Nächster Lifestyle: integral

Integrales Denken ist nicht länger Luxus. Die multiperspektivische Meta-Perspektive ist zwingend erforderlich für unser Überleben als menschliche Spezie.
Ken Wilber, bereits 2009

3DSpirale

Ken Wilber, Mit-Begründer der integralen Philosophie, beschreibt eine Landkarte des Bewusstseins und der Evolution. Mit seiner Arbeit liefert er Hinweise auf die Funktionsweise des menschlichen Geistes und versucht, das ´Große Ganze´ zu erfassen. Er verbindet den Westen mit dem Osten, genauso wie das Innere mit dem Äußeren. Er bezieht sich damit auf viele weitere Denker, fasst zusammen und erkennt neue Muster. Dabei baut er Brücken zwischen den rationalen Wissenschaften und den alten Mysterien und benutzt dafür eine Sprache, die dem rationalen Geist des Westens leichter zugänglich ist. Darin liegen Chancen und gleichzeitig die Herausforderungen seines Ansatzes.

  • Die zugrunde liegenden Arbeitshypothesen:
    • True but partial. Wahr, aber nur zum Teil.
    • Alles ist Perspektive.
    • Wie muß ein Kosmos beschaffen sein, im dem die beobachteten Theorien auftreten können? Wie lautet ein zeitgemäßeres, wirklichkeitsgetreueres Narrativ?

Bei der Beschäftigung mit Wilbers Werk finden wir eine verführerische akkurate Beschreibung der Wirklichkeit ´da draußen´. Diese wirkt so verblüffend echt, dass wir beinahe seine Landkarte mit dem, was ist, verwechseln. Die großartige Leistung seiner Arbeit liegt zweifellos in der Sichtbarmachung der, für unseren Kulturkreis inneren, unsichtbaren Welten. Damit gibt er uns das Wissen zurück, das uns mit René Descartes und seinem Zitat ´Cogito, ergo sum – Ich denke, also bin ich.´ verloren gegangen ist. Er verbindet die kalte Rationalität mit der Wärme des Herzens, wobei seine Sprache deutliche Züge des rationalen Wissenschaftlers trägt, wenn er von Entwicklungslinien, Zuständen, Ebenen, Stufen und Perspektiven spricht.

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Die Lösungen unserer derzeitigen Probleme und globalen Herausforderungen liegen jeweils auf einer höheren (Denk + Handlung) Ebene als auf der Ebene, auf der sie entstehen.
Albert Einstein

  • Es ist ein erweitertes Bewusstsein, eine erweiterte Aufmerksamkeit, die im evolutionären Entwicklungsprozess derzeit von statten läuft. Es ist wie mit den spanischen Seglern um Kolumbus, die auf die nordamerikanische Küste zu segelten und von den amerikanischen Ureinwohnern nicht wahr genommen wurden, da ihnen bis dato Schiffe als Objekte schlicht weg unbekannt waren. Vom Limbischen System verworfen da viel zu Unbekannt als vom Bekannten (an)erkannt werden zu können.

  • Integral ist weit mehr als das, was im Allgemeinen als ganzheitlich oder systemisch betitelt wird. Es bedeutet, sämtliche, dem Menschen derzeit mögliche Perspektiven einzunehmen und keine dieser Ansichten zu bevorzugen, jedoch aufgrund von Kontext-Vorgaben Abwägungen vorzunehmen. Multiperspektivisch, holistisch, ganzheitlich sind weitere Ausdrücke.
  • Integrale Ansätze versuchen in jedem Feld die größtmögliche Anzahl von Perspektiven, Stilen und Methodologien in eine kohärente Sicht des jeweiligen Gegenstandes einzubeziehen. In gewissem Sinn sind sie Meta-Paradigmen oder Wege, eine bereits existierende Anzahl verschiedener Paradigmen in ein wechselbezügliches Netzwerk sich gegenseitig bereichernder Ansätze zusammen zu bringen.
  • Integrale Denk- und Handlungsansätze sind die derzeit aktuellsten, erweiterten Landkarten für eine angenehmere und smarte Navigation durch das Terrain unserer Wirklichkeit.

4Q


  • Mögliche Fragestellung könnten lauten:
      • Welchen Beitrag leistet x (z.B. Wirtschaft, Ökologie, Spiritualität, Medizin, Pädagogik..) bereits für eine integrierende Sicht für die Welt?
      • Und, wie sähe eine noch nachhaltigere, multiperspektivischere Haltung im Bereich x aus?
      • Was gehört alles dazu?
      • Was heißt das für mich? Was muß ich tun?

    In unseren Salons lassen wir diese Haltung während der Impulssetzungen und während des Dialoges in uns entstehen. Der Salon, das Thema, die Menschen bewegen sich in diese Fragestellungen hinein.
    Der blinde Fleck unserer Aufmerksamkeit


  • Eine kurze Geschichte der Zeit • Evolution = Bewusstseins-Entwicklung
    Vieles ist von den alten Hochkulturen verloren gegangen. Wir als Menschheit entwickelten uns aus einem archaischen und dann magischen Bewusstsein hinein in die Welt der Mythen. Wir erschlossen uns Rationalität und Vernunft und sind nunmehr in der Lage empathischer und mitfühlender miteinander umzugehen. Willkommen in der Postmoderne.
  • Wir können erkennen, dass wir in einem sowohl-als-auch unterschiedlichste Werte und Haltungen nebeneinander akzeptieren können und nicht mehr i.S. eines entweder-oder bekämpfen müssen. Unsere menschlichen Werte wie Ordnung und Disziplin, Leistungsdenken und Menschenrechte bauen in einer Art Vertikalität (Spiralverständnis) aufeinander auf und gelangen zusehends in eine harmonischere Ordnung. Aus dieser sich entwickelnden Haltung vermögen wir mehr Phänomene der Welt zu transzendieren und freundlich zu integrieren. Mal müssen wir das eine mehr gewichten als das andere und Gradmesser ist immer der jeweilige Kontext. Somit handelt es sich um ein relatives ´Besser oder Schlechter´ im Sinne einer stetigen Zunahme an Parametern, Komplexität, Tiefe und Zuwendung zum Leben. Anders ausgedrückt: Das Bewusstsein in uns entwickelt sich. Vielfalt entfaltet sich. Jedoch nicht beliebig. Durch kluges Differenzieren.
  • Daher ist es wichtig, dass wir Menschen uns aufgrund der unglaublichen Fülle an Informationen prozesshaft und strukturiert gleichzeitig entwickeln und unser Dasein als Mensch unter Menschen und als eine wachsende Seele entwickeln. Wir können ein immer wahrhaftiger Ausdruck an Autonomie und Freiheit werden und sind dabei präsent mit unseren Mitmenschen und Allem verbunden. Wir nehmen bewusst wahr, spüren sensitiv und intuitiv und denken gleichzeitig klar und vernünftig.
  • Soweit Ken Wilber, amerikanischer systemischer Denker und Philosoph, von seinen Kollegen respektvoll als ´Einstein des Bewusstseins´ tituliert, und aktuell einer der größten und umfassendsten lebenden Denker seiner Art.
    Es gibt weitere intelligente große Vorbilder, auf deren Schultern dieser große Denker steht und von denen er schöpfte. Auch wir dürfen unser Leben genießen weil es u.a. Sri Aurobindo, Jean Gebser, Habermas, Fichte, Lessing, Schelling, Platon u.v.a.m. gibt und gab. Und die Reise geht weiter.. mit Meta-Integral und seinen Vorreitern..
  • Was bedeutet dies nun für jeden Einzelnen von uns?
    Unsere Salon-Veranstaltungen, das Thema, die Menschen bewegen sich in diese Fragestellungen hinein.