Gesellschaftliche Entwicklung

Wir sollten keine Gegenstände, sondern Menschlichkeit produzieren.
Michael Laitman

Dem 20. Jahrhundert scheint ein kultureller Leitgedanke zu fehlen, so ließe sich vermuten, der Gesellschaft und Leben miteinander vereinigt. Die Welt scheint immer tiefer in einem von Geld und Technologie angetriebenen Materialismus zu versinken. Transhumanismus und Industrie 4.0 sind hier die Stichworte.
Wo bleibt ein neues Narrativ?

  • Es gibt eine Gegenbewegung. Diese rück-besinnt sich in der Gleichzeitigkeit der Spiritualität und tieferer Anbindung an das nicht Materielle. Dieser Pfad wird heute anders sein als der spirituelle Weg früherer Zeiten, ob im Osten oder im Westen. Es wird ein neuer Weg sein; eine Synthese von Wissenschaft und uralter Mystik. Diese Spiritualität wird enger mit den tieferen Dimensionen unserer Menschlichkeit verbunden sein und kehrt zurück zu den großen Fragen:
    • Was ist der Sinn und Zweck des Lebens?
    • Worin beste der Wert des Lebens?
    • Warum existieren wir?

In Anlehnung an Konfuzius´ ´Großes Lernen´, ein Prozess von der Makro- in die Mikrowelt


  • Der blinde Fleck des 20. Jahrhunderts steht in direktem Zusammenhang mit des Menschen Unfähigkeit, den Prozess des Werdens der individuellen und gesellschaftlichen Wirklichkeit wahrzunehmen. ´Wo liegt der Ursprung unseres Handelns? Von welchem Ort aus passiert es? Wie?´
  • Sind die Quellen dessen ´Geist und Denken´? Wo haben ´Geist und Denken´ ihren Ursprung, ihre Verortung? ´Wo ist der Ursprung des ´Selbst´ und des ´SELBST als Höchstes Potential?
  • Das kleine Selbst und das große SELBST stammen aus derselben Quelle. Das ganze Universum ist ein einziges großes Selbst. Ein Bewusstseinsstrom. Gläubige Menschen nennen es Gott, Philosophen bezeichnen es als die Naturkraft, das Elementare. Wissenschaftler nennen es Energie, Chinesen sagen Tao, Araber Allah, Buddhisten sprechen von Atman. In Summe wissen also alle Kulturen, dass es ein ultimatives Etwas gibt.
  • Der verstorbene Kognitionswissenschaftler Francisco Varela sagt, dass das Problem darin bestünde, dass wir noch nicht genug über unsere Erfahrung wissen. Die drei Hauptmethoden, die sich mit diesem blinden Fleck, dem Zugang zur Erfahrung befassen, sind Phänomenologie, psychologische Selbstbeobachtung und kontemplative Praktiken. Diese müssen miteinander in Einklang gebracht werden. Alle drei führen das Individuum durch denselben grundlegenden Prozess zunehmender Bewusstheit und Einsicht. Dieser fundamentale Prozess der Bewusstwerdung erfolgt über: Innehalten, Umwenden und Loslassen.

Mit Rückbezug auf Otto Scharmer und Katrin Käufer´s Buch ´Leading from the Emerging Future´