Freiheit

Freiheit beginnt im Geiste. Im Bewusstsein jedes Einzelnen.
Oder ist Freiheit präsentes Bewusstsein?
Wie viel Freiheit ist dem Einzelnen möglich, wenn die grundlegendsten Systeme auf Erden dem Menschen Freiheitsgrad lediglich suggerieren?

Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern.
Sie kümmert sich nicht darum.

Marc Aurelius

Im 21. Jahrhundert haben sich die globalen Parameter entscheidend verändert. Viele Länder dieser Erde sind dabei, ihr Haltungen zu überdenken. Gerade in Deutschland, vor dem Hintergrund großer europäischer Migrationsströme und Umkehrung der demographischen Entwicklung sind kluge Handlungen gefragter denn je. Auch die Deutschland AG, ein durchökonomisiertes Land, scheint an gewisse Grenzen anzustoßen.

  • In unserer schnell zusammenwachsenden Welt global agierender Organisationen, bedarf es eines geteilten Verständnisses über Werte, Prinzipien und Regeln. Verantwortliches Handeln schafft Vertrauen bei Bürgern, Mitarbeitern, Kunden, Partnern, Spendern. Auf dem Markt und im gesellschaftlichen Umfeld. Vertrauen vergrößert die positive Akzeptanz im lokalen Umfeld und schafft eine gute Grundlage, auf der mögliche Konflikte konstruktiv und erfolgreich gelöst werden können.
    Vertrauen = eine mögliche neue Beziehungswährung?

  • Die sog. westliche Aufklärung / Renaissance brachte dem Menschen eine Erweiterung rationalen Denkens. Befreite ihn dies wirklich aus seiner – selbst verschuldeten Unmündigkeit und Unfreiheit? Ist dem wirklich so? Oder gibt es nicht ein wesentlich stärkeres System um den Einzelnen herum, sodass eine Freiheit nur als Freiheit erscheint? Dennoch gibt es immer ein Quantum an freiem Willen: Wir können uns immer entscheiden für ein Hineinwachsen in mehr Autonomie. Einzelne Subjekt und die Gesellschaft per sé. Oder ist dies Utopie?
  • Die äußeren Umstände sind mittlerweile formal auf Demokratie gewechselt. Turbulente Zeiten und fatale Entwicklungen auf allen Ebenen bergen die Chance zur Hinwendung zu einer echteren, wirkungsvolleren und direkteren, souveränen Demokratie. Souverän = über allem stehend. Stünde die Zivilgesellschaft, die Gesellschaft, tatsächlich über allem, könnte sie Verfassungen, Gesetze und Regelungen neu schreiben. Sie könnte z.B. Gesetze selber initiieren und beschliessen. Diese souveränen Grundrechte, das Königsinstrument, gibt es derzeit weder in Deutschland noch in Österreich. Macht würde neu verliehen. Menschen könnten lebendiger und authentischer leben.
  • Es bedarf der Etablierung sozialerStrukturen, die Menschen unabhängig von ihren sozio-ökonomischen Hintergründen Möglichkeiten geben, ihre Leben zu gestalten. Ernst gemeinte Entwicklungsprozesse schauen über die aktuellen system- und
    bewusstseinsbedingten Tellergrenzen hinaus und kommen ins Handeln. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung um nachhaltig kulturelle, wirtschaftliche und institutionelle Rahmenbedingungen zu verändern.

  • Hier leistet integrales Denken einen Beitrag zum Guten, Wahren und Schönen.
    Menschen könnten in absehbarer Zukunft klarer und bewusster mit sich und ihrer Umwelt interagieren können. Es braucht das in Frage stellen lieb gewonnener Verhaltensmuster und limitierender Glaubenssätze, im Kleinen wie im Großen. Um zu einer integrierteren Menschheit zu wachsen, die mit weniger Leid sondern mit mehr Bewusstheit und Lebensqualität auf diesem Planeten agiert. Dafür braucht es Veränderungen im Denken, Fühlen und Handeln.
  • So spielt faire sozio-ökonomische Entwicklung eine Rolle, sowie die Bewahrung und Förderung einer lebendigen Kultur, die Erhaltung der Lebensgrundlagen und Good Governance. Ein zentrales Element der Bemessung ist der Indikator Achtsamkeit, eine Fähigkeit, die jeder im Alltag erproben und umsetzen kann.
  • Die Diskussionen um eine neue Maßeinheit für die Zufriedenheit der Zivilgesellschaft geht insbesondere von der Erkenntnis aus, dass materieller Wohlstand und Lebenszufriedenheit zunehmend auseinanderfallen. Die Einführung des Brutto-Sozialglücks als neuer Indikator für die Zufriedenheit der Einwohner Bhutans wurde von Dr. Tho Ha Vinh, Programm Koordinator des GNH Centre in Thimphu und Bumthang. Der in Bhutan schon seit Jahrzehnten verwendete Gross National Happiness -Index (GNH) hat seit den 2000er Jahren weltweit große Beachtung gefunden, weil dieser Indikator neben den bekannten ökonomisch ausgerichteten und wachstumsorientierten Größen auch soziale, psychologische und kulturelle Faktoren berücksichtigt. (Wie neuerdings zu lesen ist, sind bei der zugrundeliegenden Messung weite Teile der Bevölkerung nicht befragt worden.)