Das Spektrum des Bewusstseins

Wenn sich Bewusstsein bewegt, so träumt es die Welt in die Existenz.
aus dem Zen

In den letzten Jahrzehnten ist das Menschheitsbewusstsein immer stärker angewachsen. Das Ganzheitsbewusstsein hat dabei jedoch kontinuierlich abgenommen. Heute ist ökonomisches Bewusstsein der Leitgedanke im Handeln der Allermeisten. Menschen lassen sich häufig zum materiellen Konsum verführen und in (fremdbestimmte) Pflichten einpferchen. Hierbei bleiben die essentiellen ökologischen und seelischen Bedürfnisse auf der Strecke.

Ergebnisse dieses unnatürlichen Handelns sind Entfremdung von der Natur, Verseuchung der Umwelt, Gewalt, Eingriff in das atmosphärische Schutzschild, Konflikte und Kriege zwischen Gesellschaften und Kulturen, Bankrott der Weltwirtschaft und der Finanzsysteme.

Weil sich diese Zustände ständig verschärfen, wird an verschiedenen Orten der Ruf nach einem globalen und kosmischen Bewusstsein immer lauter. Die Gemeinschaft derjenigen Menschen, die das Verlangen nach einem wahrhaftigeren Leben aussprechen und in die Praxis umsetzen, vergrößert sich seit einigen Jahren intensiv. Die Menschen verstehen mehr und mehr die Gesetze der Natur als ein spirituelles Überleben in einer spirituellen Evolution und Innovation.

Eine derartige neue Kultur des ganzheitlichen Erkennens und Zusammenlebens wird weder durch staatlich finanzierte Institutionen noch durch die Wirtschaft oder akademische Welt des Mainstreams aus der Taufe gehoben werden. Zu zergliedert sind sie in unzählige Spezialgebiete, Sprachen, Begriffe und Denkweisen zwischen denen i.d.R. überhaupt kein Austausch stattfindet.

Die bisherige Kultur war grob gesehen in Ost und West gespalten. Der westgeprägte Mensch ist (war) nach außen gewandt und gebraucht(e) Natur und Umwelt zum eigenen Profit. Der ostgeprägte Mensch war traditionell nach innen gewandt, die Außenwelt war unwichtig, das eigene Bewusstsein stand im Mittelpunkt. Mit den Interpretationen der Ergebnisse aus der Quantenphysik und Quantenphilosophie begannen Wissenschaftler eine ähnliche Sprache zu sprechen wie traditionelle Mystiker. Die Altvorderen wussten offensichtlich schon etwas, das von den modernen Wissenschaftlern erst mühsam erbracht werden mu(e)ss(te).

Eine Koinzidenz zwischen Ost und West tut sich auf.

Diese neue Kultur ist nicht westlich und nicht östlich sondern kosmisch-planetarisch geprägt mit der Quintessenz, dass Alles voneinander abhängig ist. Der (kosmisch) bewusste Mensch kann nicht weiter nach dem newtonschen Räderwerk-Prinzip denken. Leitgrößen wie die Sonne, das Magnetfeld und unsere Gefühle zeigen uns universelle Elektronen als intelligente Bauinitiativen unserer geformten Materie. Das Neue entwickelt sich aus den Visionen Einzelner, die dann mit Gleichgesinnten zu einer resonanzartigen Verbreitung führen.

frei nach Dieter Broers, Matrix Code

So wie die Meridiane an den Polen zusammenlaufen,
so müssen einmal Wissenschaft, Philosophie und Religion konvergieren,
wenn sie sich auf das Ganze zubewegen.
Teilhard de Chardin